Willkommen in der Kiche Wüppels

Unsere Kirche mit dem freistehenden Glockenturm steht auf hoher Warf. Achten Sie auf dem Weg zum Eingang auf den Blick in die weite Ebene des Umlandes.


Die Kirche Wüppels wurde im späten 13. Jahrhundert aus Backsteinen großen Formats (Klosterformat) auf einem Fundament aus unbehauenen Findlingen errichtet. Die breiten Fenster wurden nachträglich eingebrochen. Zusammen mit der Kirche bildeten einst das Pfarrhaus, die Schule und der Dorfkrug die Grundelemente eines gut organisierten Kirchspiels. Heute dienen diese Häuser anderen Zwecken, jedoch ist die besondere Atmosphäre eines über Jahrhunderte gut funktionierenden, bäuerlich geprägten Gemeinwesens erhalten geblieben.

 

Im Innern der Kirche befinden sich im Fußboden mit Adelswappen geschmückte Grabplatten, die allesamt den Familiennamen Fischhausen tragen. Es handelt sich um Steine dieser angesehenen Familie aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Gleich im Eingang hinter der Schwelle liegt eine Platte aus rotem Sandstein. Es ist der Deckel eines Steinsarges aus dem 13. Jahrhundert.

Die Kanzel mit  Mose als Kanzelträger sowie der Schalldeckel stammen aus dem Jahre 1651. Den Kanzelkorb zieren die Gestalten der vier Evangelisten mit ihren Attributen: Markus-Löwe, Lukas-Stier, Johannes- Adler, Matthäus-Mensch. Auf der Unterseite des Schalldeckels erscheint als Symbol des Heiligen Geistes eine schwebende Taube. Darüber Christus mit der Siegesfahne in der Hand. Fast völlig zerstört sind die Symbole der drei christlichen Tugenden und vier Kardinaltugenden am Kanzelaufgang:

 

Glaube (fides), Liebe (caritas), Hoffnung (spes) sowie
Gerechtigkeit (iustitia), Tapferkeit (fortitudo), Klugheit (prudentia),

Mäßigung (temperan).

 

 Den Altar mit den geschnitzten Apostelfiguren hat der Überlieferung nach Ricklef von Fischhausen im Jahr 1523 gestiftet. Links vom Altar an der Wand steht der Predigerstuhl. Der Taufstein hat die Form eines Kelchs. Zur Taufe muss der Deckel abgenommen und die Taufschale hineingestellt werden. Das im Pfarrarchiv aufbewahrte sogenannte Patrimonialbuch gibt uns Auskunft über das Entstehungsjahr und den Stifter: „Den Taufstein schenkte 1634 Moder Lohe, des Landrichters Johann Lohen nachgelaßne Witwe, der Kirche.“

 

An der Nordwand hängen drei Pastorentafeln sowie die Gefallenentafeln vom 1. und 2. Weltkrieg. Die Gedenktafel für den einen Gefallenen von 1870/71 hängt gegenüber an der Südwand. Dort hängt auch das Totenschild, welches der Agnes von Waddewarden, die von 1566 bis 1636 lebte, gewidmet ist.

Wüppels war einmal eine der reichsten Pfarreien des Jeverlandes. So konnte der Pastor ehemals über Einkünfte von etwa 40 Hektar Pfarrland verfügen. Zusätzlich erhielt er nach verbrieftem Recht von den Einwohnern des Kirchspiels jährlich unter anderem 75 Mark „Grundheuer“, dazu an Naturalleistungen „um Johanni“, also im Monat Juni, 29 große Käse und 22 Tonnen Hafer. Er konnte auch zwei Kühe melken, die von der Kirchengemeinde gestellt wurden und die jeweils beim Eintritt in den Ruhestand – gesund und leistungsfähig – dem Amtsnachfolger zu übergeben waren.

1909 wurde Wüppels mit St.Joost zu einer Kirchengemeinde vereinigt. Die Gemeinde St.Joost-Wüppels bildet zusammen mit der Gemeinde Pakens-Hooksiel ein Gemeinschaftspfarramt.


Wir hoffen, Ihnen hat der Aufenthalt in unserer Kirche gefallen und Sie konnten hier einen Moment der Ruhe und Besinnlichkeit verbringen. Vielleicht möchten Sie ja auch gerne einen unserer Gottesdienste besuchen. Im Gemeindebrief, der auch in der Kirche ausliegt, erfahren Sie dazu Näheres.

 

Ihr Gemeindekirchenrat St.Joost-Wüppels

Wir bedanken uns für Ihren Besuch und wünschen Ihnen eine gute Weiterfahrt.

Die Kirche ist vom Frühjahr (Ostern) bis zum Herbst geöffnet. Weitere Öffnungszeiten und Führungen erfragen Sie bitte im Pfarramt.

 

Wir bedanken uns für Ihren Besuch und wünschen Ihnen eine gute Weiterfahrt.

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