Hier in unserer Gemeinde..

So, 17.01.2021Andacht zum Sonntag den 17.01.21

Weinwunder in Kana (Johannes 2, 1-11)

 

Gott sei Dank gibt es diese Geschichte.

Das Weinwunder in Kana.

 

Jesus verwandelt auf einer Hochzeitsfeier Wasser in Wein. Damit sich ein Brautpaar an seinem großen Tag nicht vor seinen Gästen blamiert. Eine bekannte und beliebte Geschichte!!!

Wobei manche Auslegerinnen und Ausleger bis heute ein wenig den Kopf schütteln. Ausgerechnet solch ein Weinwunder am Anfang des Lebens Jesu im Johannesevangelium. Nach so wichtigen Texten wie dem Johannesprolog. Oder der Tempelreinigung.

Und dann noch die Art der Erzählung: zm Beispiel diese plumpe Schläue des Küchenmeisters, der schwadroniert: andere geben erst den guten Wein, und dann, wenn alle betrunken sind, den schlechten.

Ist das nicht alles sehr alltäglich. Fast banal.

Die  Geschichte  wäre zumindest weiter hinten im Johannesevangelium besser aufgehoben.

Wo sie nicht jedem ins Auge fällt. Wie gesagt, so denken manche.

Meine Antwort ist:

Ich finde es ermutigend , dass diese Wundergeschichte gleich am Anfang des Johannesevangeliums zu finden ist. Wo alle hinschauen. Denn Jesus ist offensichtlich beides.

Er ist das Wort, das im Anfang bei Gott ist. Er ist das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt. Aber er  ist auch ein Helfer. Ein Seelsorger. Er ist das Brot der ganzen Welt.

 

Und zugleich ist es nicht unter seiner Würde, sich darum zu kümmern, dass sich ein Brautpaar an seinem wichtigsten Tag nicht vor allen Gästen blamiert.

Ja, ich denke weiter:

Wenn Jesus sich dieses Festes und der Weinfrage annimmt, dann sind ihm auch meine ganzen alltäglichen Sorgen nicht egal. Manchmal habe ich den Eindruck, ich darf mich nur mit ganz großen Dingen an Gott wenden. Wenn es um mein Seelenheil geht. Um den Frieden in der Welt. Um Gerechtigkeit.

Ich darf ihn nicht mit meinen Alltäglichkeiten belästigen. Mit all den Sorgen, die scheinbar nur mich betreffen. Die zeigen, in welch kleinen Kästchen mein Leben verläuft.

Nein, Irrtum, sagt uns diese Geschichte.

 

Alles, was dir in deinem Leben wichtig ist, was dich beschäftigt und umtreibt, alles, deine großen und kleinen Sorgen, jedes Wehwehchen - das alles hat vor Gott einen Platz.

 

Wenn Jesus sich dieses Festes annimmt, dann sind ihm auch deine ganzen alltäglichen Probleme wichtig. Deine Traurigkeiten. Deine Ängste. Deine Schuld.

Du kannst mit allem zu ihm gehen. Mit allem, was dir auf der Seele liegt.

So gern hat dich dieser Sohn Gottes.

 

Bezeichnend übrigens, dass viele der Gäste in unserer Geschichte gar nicht mitbekommen, dass es ein Problem gegeben hat. Der Wein fließt für sie ja weiter in Strömen.

 

Auch heute bekommen viele gar nicht mit, dass ihr Leben inmitten vieler Gefährdungen und Bedrohungen wunderbar erhalten wird. Weil da einer im Verborgenen für sie sorgt.

 

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Wochenende!

Ihr Pastor Jürgen Walter


Trostbriefe von Markus Rückert

Hier finden Sie in loser Folge "Trostbriefe" von Pastor Markus Rückert.

 

Brief 1

Brief 2

Brief 3

 

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