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Mi, 19.02.2020Was glaubst du denn?

Teilnehmerinnen und Leitungsteam der Interreligiösen Fortbildung zur Kulturmittlerin „Was glaubst du denn?“ Foto: Andrea Gärtig

Teilnehmerinnen der Interreligiösen Fortbildung zur Kulturmittlerin. Foto: Dr. Andrea Schrimm-Heins

Teilnehmerinnen der Interreligiösen Fortbildung zur Kulturmittlerin. Foto: Dr. Andrea Schrimm-Heins

Die Begegnung von Menschen aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen bereichert unsere Gesellschaft in vielfältiger Weise und eröffnet neue Perspektiven. Unwissenheit, mangelnde gegenseitige Akzeptanz, Angst vor dem Fremden und sprachliche Hindernisse können den gegenseitigen Austausch über Kultur- und Religionsgrenzen hinweg jedoch beeinträchtigen. Um dabei zu helfen, diese Barrieren abzubauen und kulturelle Brücken zu schlagen, lassen sich über 30 engagierte Frauen aus dem Oldenburger Land zurzeit zu ehrenamtlichen Kulturmittlerinnen fortbilden. Der Auftakt zu der Fortbildung fand am 7. und 8. Februar 2020 in der Katholischen Akademie Stapelfeld statt.
  
Zum konfessionsübergreifenden Leitungs-Team gehören Dr. Andrea Schrimm-Heins und Andrea Gärtig von der Evangelischen Frauenarbeit in Oldenburg, Dr. Gabriele Lachner (Bischöfliche Beauftragte für ökumenische Fragen und für den interreligiösen Dialog im katholischen Offizialatsbezirk Oldenburg), Mechtild Pille (Pastoralreferentin, Referentin für Frauenseelsorge und Verbandsreferentin für die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, kfd), die Muslimas Elif Coban und Karima Said Amine, die Jüdin Gabriela Pollmann sowie die Yezidin Amira Hasso.
 
Ein Holzkreuz, einen Rosenkranz, eine Bibel, einen muslimischen Gebetsteppich, eine Marienstatue und zahlreiche weitere religiöse Gegenstände hatten die Frauen, die an der Fortbildung zur Kulturmittlerin teilnehmen, am 7. Februar 2020 nach Stapelfeld mitgebracht: Religiöse Symbole, die ihnen am Herzen liegen, mit denen sie sich den anderen Teilnehmerinnen vorstellen und ihre Verbundenheit zum Glauben zum Ausdruck bringen konnten.
 
Nach der Vorstellungsrunde präsentierte das Vorbereitungs-Team die Gottesbilder in den verschiedenen Religionen in einzelnen Kurzvorträgen – ein gelungener Auftakt für die ca. halbjährige Fortbildung. Am zweiten Tag des Start-Halbwochenendes  standen jüdische, christliche, muslimische und yezidische Alltagsrituale im Mittelpunkt; zudem tauschten sich die Teilnehmerinnen über Frauenbilder, Initiationsriten, Tod und Sterben in den unterschiedlichen Glaubensrichtungen aus.
 
Nach diesem ersten Kennenlernen und der Vermittlung von Basis-Informationen findet der zweite Fortbildungstermin im März 2020 in Oldenburg statt. Tagungsort wird das Evangelische Gemeindehaus St. Johannes sein, und es ist ein gemeinsamer Besuch des Yezidischen Forums geplant. Bis zu den Sommerferien schließt sich ein Seminartag in Vechta mit Besuch einer katholischen Kirche und einer Moschee an, und es ist eine Exkursion zur Synagoge in Osnabrück vorgesehen.
 
Kulturmittlerinnen – Aufgaben und Ziele
Die Kulturmittlerinnen machen es sich zur Aufgabe, den Dialog mit Frauen anderer Religionen und auch das interkulturelle Lernen zu fördern. Nach Abschluss der Fortbildung sollen die Absolventinnen zwischen Gruppen und Personen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Prägungen vermitteln und Brücken bauen.

 

Die Teilnehmerinnen der Fortbildung werden dazu ermutigt, in konfessionsübergreifenden Kleingruppen interkulturelle Projekte zu planen und durchzuführen. Auf diese Weise können viele verschiedene kulturelle Facetten in ihrer Lebensvielfalt und biografischen Vielgestaltigkeit repräsentiert werden. Denkbar sind in diesem Zusammenhang kulturelle Veranstaltungen wie interreligiöse Kunst- und Literatur-Projekte, Stadtführungen und Kochabende – zudem auch Projekte aus dem Bildungsbereich wie das Vermitteln von Sprachkenntnissen als Vorlesepatinnen in Kindergärten und Familienbildungsstätten sowie Hilfe zur Altagsbewältigung. Auch die Entstehung von internationalen Frauengruppen wäre ein mögliches und wünschenswertes Resultat der Projektarbeit.

 

Nach Absolvierung des Kurses erhalten alle Teilnehmerinnen eine Teilnahmebescheinigung; bei Durchführung eines Projektes wird zusätzlich ein Zertifikat erteilt.

 

Auf den Kurs folgt 2021 ein Follow-up-Tag, an dem geschaut wird, was durch diese Fortbildung angestoßen wurde.

 

Ein Beitrag von Karin Kutschke.

 

Hier finden Sie Informationen zur Interreligiösen Fortbildung zur Kulturmittlerin im Format PDF.

 

Weitere Informationen:
Evangelische Frauenarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg
Dr. Andrea Schrimm-Heins
Gottorpstraße 14
26122 Oldenburg
Tel.: 0441/7701-444
E-Mail: frauenarbeit@No Spamkirche-oldenburg.de

 

 


Hinweis zur inhaltlichen Verantwortung

Inhaltlich verantwortlich für die hier angezeigten Meldungen ist die Pressestelle der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Bei Hinweisen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Trostbriefe von Markus Rückert

Hier finden Sie in loser Folge "Trostbriefe" von Pastor Markus Rückert.

 

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